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Geschichte

Von der Ersparnis-Casse für den Amtsbezirk Schwarzenburg zur Bank Gantrisch Genossenschaft.

 

Am 24. März 1825 bat die Geistlichkeit des Oberamtes Schwarzenburg beim kleinen Rat der Republik Bern um einen Beitrag zur Gründung einer Amtsersparniskasse. Der seinerzeitige Pfarrer zu Wahlern, Philipp David Samuel Roschi, kann als Hauptinitiant für die Gründung bezeichnet werden.

Der Kleine Rat hat  auf dieses Begehren einen Betrag von CHF 500.00 gesprochen. Diesem Beispiel folgten 181 Aktionäre - der Grossteil aus dem Amt Schwarzenburg - welche je eine Aktie zum Betrag von CHF 25.00 zeichneten. Am 20. Oktober 1825 trafen sich diese zur ersten und konstituierenden Hauptversammlung. Die dabei erlassenen Statuten und Grundgesetze wurden durch Schultheiss und Rat der Stadt und Republik Bern am 26. Dezember 1825 sanktioniert und dadurch rechtsgültig.

 

Die erste Bezeichnung der Bank mit der Rechtsform eines Bürgschaftsfonds lautete  Ersparnis-Casse des Amtsbezirks Schwarzenburg. Diese hatte es zu Anfang schwer. Die einfachen Landleute betrachteten die neue Einrichtung misstrauisch, was anfänglich zu nur sehr bescheidenen Einlagen führte. Der Geschäftsgang der frühen Jahre war stark mit dem Ertrag der Landwirtschaft verbunden, war das Schwarzenburgerland doch auf Gedeih und Verderben mit dieser verbunden.

 

Nach schweren ersten 25 Jahren entwickelte sich die Casse danach umso erfreulicher. 1898 wurden die ersten eigenen Räumlichkeiten an der Herrengasse in Schwarzburg bezogen. Bald darauf, im Jahre 1905, hat die Generalversammlung beschlossen, die Ersparnis-Casse fortan Amtsersparniskasse Schwarzenburg zu nennen; bei dieser Gelegenheit wurde auch die heute noch bestehende Rechtsform der Genossenschaft festgelegt.

 

Die Jahre zwischen den beiden Weltkriegen - insbesondere die Dreissigerjahre - gehörten zu den schwierigsten Zeiten seit der Überwindung der Anfangsschwierigkeiten. Trotz der Krisenjahre eröffnete die Amtsersparniskasse Schwarzenburg 1932 ihre beiden ersten Einnehmereien in Guggisberg und Rüschegg, welche 1946 durch diejenigen von Albligen und Sangernboden erweitert wurden. Im Jahre 1972, fünf Jahre nach Umzug in die neuen Geschäftsräumlichkeiten am heutigen Sitz an der Bahnhofstrasse 2 in Schwarzenburg, wurde die Bilanzsumme von CHF 100 Mio. überschritten.

 

Die Immobilienkrise in der Schweiz anfangs der neunziger Jahre, welcher die Spar- und Leihkasse Thun 1991 zum Opfer fiel, konnte der Bank dank ihrer stets vorsichtigen Kreditpolitik nichts anhaben. Ein Grossteil der Regionalbanken, welche ihre Selbständigkeit während dieser Jahre nicht aufgegeben hatten oder mussten, schloss sich 1994 unter dem Dach der RBA-Holding zusammen. Nach mehr als 10 Jahren hat die Amtsersparniskasse Schwarzenburg die Kündigung der Mitgliedschaft in diesem Verbund beschlossen, nachdem das Mitspracherecht der einzelnen Mitgliedsbanken aufgrund ihrer schwindenden Anteilsverhältnisse an der RBA-Holding stetig abnahm. Zusammen mit weiteren austretenden Mitgliedern wurde ein neuer Verbund unter dem Namen "EG Esprit" gegründet, welcher annähernd dieselben Ziele verfolgt, jedoch grössere Möglichkeiten der Selbstbestimmung zulässt.

 

Bedingt durch die Anpassung des Firmenrechts sowie den Beschluss des Kantons Bern, die Amtsbezirke aufzuheben, haben die Genossenschafter an der Generalversammlung 2008 den Firmenwechsel von der bisherigen Amtsersparniskasse Schwarzenburg in die neue Bank aek Genossenschaft beschlossen.

 

Im Geschäftsjahr 2010 wurde erstmals in der Geschichte der Bank die Bilanzsummen-Grenze zur halben Milliarde überschritten. Damit ist die Bank das grösste im zukünftigen Naturpark Gantrisch gelegene Finanzinstitut.

 

Am 26. März 2011 haben die Genossenschafter dem Firmenwechsel von der bisherigen Bank aek Genossenschaft zur neuen Bank Gantrisch Genossenschaft zugestimmt, welcher aufgrund markenrechtlicher Gründe notwendig wurde.